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Monatsbericht April 2021: Ergebnisse des KiTa-Registers zu den derzeitigen Betreuungskapazitäten

Gruppen- und Einrichtungsschließungen in Kitas nach hohem Anstieg vor Ostern wieder rückläufig.

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Steigende Infektionszahlen führten dazu, weitere Präventionsmaßnahmen gegen die Virusverbreitung zu ergreifen. Demzufolge mussten die Kindertageseinrichtungen in den meisten Bundesländern im April 2021 ihren Betrieb erneut einschränken. Zudem stieg vom 01.03.2021 bis zum Osterwochenende (02.04.2021) die Zahl der im KiTa-Register gemeldeten verdachts- oder infektionsbedingten Einrichtungsschließungen von 0,6 auf 1,5% und sank anschließend bis KW 15 (12.04.–16.04.2021) auf 0,7%. Die Zahl der Kitas, die verdachts- oder infektionsbedingte Gruppenschließungen berichten, erhöhte sich in der Zeit vom 01.03.–02.04.2021 von 2,4 auf 5,2%, nahm jedoch ebenfalls bis KW 15 auf 4% ab.

Die erneut beschlossenen Schutzmaßnahmen machten es erforderlich, dass viele Kitas wieder zur Notbetreuung zurückkehren mussten. Entsprechend ging der durchschnittliche Anteil der in Kitas betreuten Kinder zurück: von 72% in der dritten Märzwoche auf 68% bis zum 16.04.2021. In Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen und dem Saarland lagen die Anteile der weitgehend normal ausgelasteten Kitas bei über 60%. Die niedrigste Inanspruchnahmequote wurde mit durchschnittlich 54% in Hamburg registriert. Neben den Präventions- und Schutzmaßnahmen, die eine niedrigere Inanspruchnahme der Kindertagesbetreuung bewirkte, führten eigene familiäre Betreuungsverantwortung, Infektionen und andere pandemiebedingte Faktoren dazu, dass die Verfügbarkeit der pädagogischen Kita-Mitarbeitenden eingeschränkt war. Im April 2021 konnten laut den Ergebnissen des KiTa-Registers nur durchschnittlich 76% der pädagogisch Beschäftigten für die unmittelbare Betreuung von Kindern eingesetzt werden. Nicht nur die Kitas waren von diesen Maßnahmen und Faktoren betroffen, auch auf die Kindertagespflegepersonen hatten diese Einfluss.  Für den Zeitraum KW 12 bis KW 15; 22.03.–16.04.2021 zeigte sich mit max. ca. 3% in KW 12 der bisher höchste Wert an pandemiebedingten Schließungen bei den Kindertagespflegestellen in diesem Jahr. Trotz oder gerade wegen dieser Schließungen befindet sich die durchschnittliche Quote zur Inanspruchnahme nach wie vor auf hohem Niveau und führte somit die Auslastungssituation der Vorwochen, die sich dem Regelbetrieb aus der Zeit vor der Pandemie stark annähert, fort.