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Anfang 2021: Veröffentlichung des ersten Monatsberichts zur Corona-KiTa-Studie in 2021

Neben Auswertungen der einzelnen Studienmodule enthält der Bericht erste Ergebnisse der Online-Kurzbefragung Kinderbetreuung in Deutschland. Hier einige Highlights:

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Kinder kommen laut ihrer Eltern mit pandemiebedingten Einschränkungen gut zurecht

  • Viele Eltern müssen mit kurzfristigen Betreuungsengpässen zurechtkommen. Über die Hälfte der im Dezember 2020 institutionell betreuten Kinder (73,2%, 3.841 Kinder) ist von mindestens einer pandemiebedingten Einschränkung hinsichtlich der Betreuung in Kindertageseinrichtungen oder Kindertagespflege betroffen.
  • Wie die Online-Kurzbefragung Kinderbetreuung in Deutschland zeigt, kommen nach Einschätzung der Eltern sowohl Kinder, die grundsätzlich nicht institutionell betreut werden, als auch Kinder, die wie gehabt in die Kindertagesbetreuung gehen können, gut mit der Situation während der Coronapandemie zurecht. Kinder, die dagegen zeitweise gar nicht in die Kindertagesbetreuung gehen können, kommen etwas weniger gut mit der Situation zurecht.

Regional verschiedene Lockdown-Regelungen zeigen eine unterschiedliche Inanspruchnahme in der Kindertagesbetreuung

  • Auf Ebene der Bundesländer unterscheiden sich die durchschnittlichen Inanspruchnahmequoten zunehmend. Dies ist zum einen Ausdruck der unterschiedlichen sozioökonomischen Bedingungen und Öffnungsregelungen in den Ländern, zum anderen spiegelt dies auch größere Unterschiede in der Umsetzung der Lockdown-Regelungen vor Ort sowie der Inanspruchnahme von Notbetreuungen durch die Eltern wider.
  • Ein zunehmender Anteil des pädagogischen Kita-Personals konnte infolge der Pandemie nicht oder nur eingeschränkt eingesetzt werden. In den Wochen vom 07.12.-20.12.2020) verringerte sich der Anteil des unmittelbar am Kind eingesetzten Personals deutschlandweit von 82 auf 77 Prozent und fiel in den folgenden Wochen weiter auf 74 Prozent (11.-17.01.2021). Obwohl regional unterschiedlich stark ausgeprägt, ist dieser Trend in allen Bundesländern sichtbar.

Surveillancesysteme des RKI: Anteil der SARS-CoV-2-positiven Kinder weiter auf niedrigem Niveau

  • Die Anzahl getesteter Kinder im Alter von 0 bis 5 Jahren nahm von Mitte Dezember bis zum Jahreswechsel um rund 70% ab. In den Wochen danach ist wieder ein ansteigender Trend zu erkennen. In KW 2 (11.01.-17.01.2021) wurden in den am ARS-System teilnehmenden Laboren Daten zu 8.109 getesteten 0- bis 5-Jährigen übermittelt (171 getestete Personen/100.000 Kinder). Von diesen waren 7,9% SARS-CoV-2-positiv. Im Vergleich dazu wurden Mitte Dezember rund 20.800 Kinder getestet, von denen 6,2% SARS-CoV-2-positiv waren. 12,1% der getesteten 6- bis 10-Jährigen waren in KW 2 SARS-CoV-2-positiv. Bei den 11- bis 14-Jährigen waren es 14,7%.
  • Parallel zum Rückgang der Anzahl an getesteten Kindern nahm auch die Anzahl an neu übermittelten COVID-19-Fällen während der Feiertage deutlich ab. Von Ende letzten Jahres bis Anfang Januar (KW 53 bis KW 2) blieben die Fallzahlen der 0- bis 5-Jährigen wieder weitgehend konstant. Aktuell (KW 2) wurden 2.069 Kinder im Alter von 0 bis 5 Jahren übermittelt (44 Fälle/100.000). Ihr Anteil an allen Meldefällen betrug in dieser Woche 1,9% und liegt damit weiterhin deutlich unter dem Bevölkerungsanteil (5,7%).