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10/2021: Impfquote in Kindertageseinrichtungen

Entwicklung der Impfquote beim pädagogischen Personal weiterhin positiv.

COVID-19-Impfung1

Dieser Abschnitt führt die seit dem Monatsbericht Juli 2021 in die Berichtslegung integrierte Darstellung der Entwicklung der Impfquoten beim Personal in den Kindertageseinrichtungen fort.

Die nachfolgende Abbildung verdeutlicht die Entwicklung der Impfquoten des pädagogischen Personals in Kindertageseinrichtungen in den jeweiligen Bundesländern nach Kalenderwochen. Die Quoten geben an, wie hoch der durchschnittliche Anteil an mindestens einmal geimpftem Personal pro Einrichtung in der aktuellen Kalenderwoche ist, aufgeschlüsselt nach Bundesländern bzw. Ost- und Westdeutschland. Die untere Grafik zeigt, dass die Impfquoten in den meisten Bundesländern weiterhin leicht steigen. Zum Zeitpunkt des letzten Monatsberichts September betrug die Quote noch 86,5%, aktuell sind es 87,9%. Insgesamt geht der Trend also in den meisten Ländern weiter nach oben. Etwaige Schwankungen nach unten lassen sich durch eine ferienbedingte Fluktuation in der Anzahl des derzeit beschäftigten Personals bzw. durch Lücken beim Ausfüllen des Fragebogens erklären.


Der Unterschied in der Impfquote zwischen Ost- und Westdeutschland (76,7% bzw. 89,5% in der KW 41; 11.10.–17.10.2021) ist seit dem letzten Bericht weiter zurückgegangen. Unterschieden sich die Quoten zwischen Ost- und Westdeutschland zu Beginn der Erhebung des Impfstatus in KW 23 (07.06.–13.06.2021) noch um 13,6 Prozentpunkte, so beträgt der Unterschied aktuell (KW 41; 11.10.–17.10.2021) nur noch 12,8 Prozentpunkte und hat folglich in den letzten Wochen ebenfalls abgenommen.

MB_Okt_2021_Kita-Impfquote
Impfquoten des pädagogischen Personals in Kindertageseinrichtungen, das bisher mindestens eine Impfung gegen COVID-19 erhalten hat nach Angabe der Einrichtungsleitung, nach Bundesländern bzw. Ost- und Westdeutschland im Zeitverlauf (KW 23; 07.06.–13.06.2021 bis KW 41; 11.10.–17.10.2021; n = 4.474-3.719 Einrichtungen). Rückgänge sind insbesondere auf Kitas zurückzuführen, die ihre Teilnahme am KiTa-Register beenden bzw. in denen es Veränderungen in der Zahl der insgesamt Beschäftigten gab. Datenstand 21.10.2021. Für KW 31 bis 34 (02.08.–29.08.2021), KW 37 (13.09-19.09.2021) und KW 41 (11.10.–17.10.2021) wurden für Bremen keine Werte ausgewiesen, da für diese Wochen nicht ausreichend Einrichtungen teilgenommen haben. Sinkt die Anzahl der teilnehmenden Einrichtungen am KiTa-Register in einem Bundesland auf unter 2% pro Woche oder (in kleinen Bundesländern) auf unter zehn Teilnehmende pro Woche, wird das entsprechende Bundesland in der jeweiligen Woche nicht angezeigt.

Wie bereits im Monatsbericht September 2021 angemerkt, wurde mit der jüngsten Novellierung des Infektionsschutzgesetzes am 03.09.2021 und der Zustimmung durch den Bundesrat am 10.09.2021 das Auskunftsrecht bzgl. Impfungen auch auf Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen ausgeweitet. Diese Änderung trat ab dem 15.09.2021 (also in der KW 37; 13.09.–19.09.2021) in Kraft. Inwieweit sich diese Gesetzesnovellierung auf die hier berichtete Quote auswirkt, kann allerdings nicht quantifiziert werden.

Berechnung der Erstimpfquote für das KiTa-Register

Seit dem Update des KiTa-Registers in KW 23 (07.06.–13.06.2021) wurden Einrichtungsleitungen wöchentlich gefragt, wie viele Personen des pädagogischen Personals bis zur jeweils aktuellen Kalenderwoche wenigstens eine Erstimpfung gegen COVID-19 erhalten haben. Zur Berechnung der Impfquote wird die Anzahl Erstgeimpfter durch die ebenfalls im KiTa-Register abgefragte Anzahl des derzeit insgesamt beschäftigten pädagogischen Personals in der Kindertageseinrichtung geteilt. Hierdurch wird eine „Erstimpfungsquote“ ermittelt. Aufgrund der Formulierung der Abfrage („wenigstens eine Erstimpfung“) können in der Erstimpfungsquote enthaltene Personen ggf. auch bereits eine Zweitimpfung erhalten haben. Durch die Abfrage der genauen Anzahl kann jedoch im Vergleich zu beispielsweise kategorisierten Abfragen (z. B. sehr wenige bis sehr viele) insgesamt von einer eher konservativen Schätzung ausgegangen werden. Zu beachten ist zudem, dass viele COVID-19-Genesene in den Impfdaten noch nicht abgebildet sein dürften, da sich diese zwar nach den aktuellen Empfehlungen der STIKO ab vier Wochen nach Ende der COVID-19-Symptome impfen dürfen, in älteren Empfehlungen aber noch von sechs Monaten die Rede war. Dies ist insofern von Bedeutung, da Genesene einen gewissen Immunisierungsgrad aufweisen können. Bei der Abfrage ist weiterhin zu beachten, dass es sich um eine Einschätzung der Leitung und nicht um eine direkte Abfrage beim pädagogischen Personal handelt. Dies geht mit einer gewissen Unschärfe der Erhebung einher.